Reisegeschichten zu Konzerten und anderen Veranstaltungen

2020. Das Konzertjahr ohne Displays vor der Nase

Ich habe langsam aber sicher Entzugserscheinungen. Nach schönen Konzerten in nah und fern, feinen Trips dorthin und natürlich nach erfüllenden Begegnungen mit anderen Fans. Dafür ist der Internetsender Youtube sowieso nun mal nicht Ersatz. Zudem: Man sieht sich da häufig genau die Filmschnipsel an, die die Leute einem vor der Nase aufnehmen und ins Netz stellen. Zwar gratis und ich kucke es ja zugegeben auch gern, aber irgendwie ist das ja eine Strafe zuviel.

Beim Rumgogern im Netz bin ich auf Medimops gestoßen. Hatte ich bisher nur über Amazon als 2. Wahl-Anbieter auf dem Schirm. Medimops ist quasi der größte Flohmarkt im Internet für Deutschland, Frankreich, UK und USA, mit Firmensitz in Berlin. Gestartet vom Kreuzberger Flohmarkt-Buchhändler Christian Wegner, der diese Idee aus der Arbeitslosigkeit heraus entwickelte. Und ich fand…bereits so viele feine gebrauchte DVD-Schätze an Konzerten und Tourdokus für winzig Geld, die man auf Apple TV, Netflix und Google Play wahrscheinlich noch länger suchen wird. Der kanadische Streamingdienstleister iconcerts ist aus Rechtegründen der Labels für Europa leider noch nicht freigeschaltet.

Wir zelebrieren gerade wieder richtig schöne Konzertabende zuhause. Ohne Werbeunterbrechungen und mit geiler Kamera-Atmo direkt auf der Bühne, samt Backstage-Material. Meine medimops-Merkliste ist lang… Die Preise in der Merkliste verändern sich je nach Bestand und Nachfrage. Es lohnt sich also, nicht sofort zuzuschnappen, wenn der Preis des gebrauchten Medienträgers noch zu hoch ist. Andererseits kann es natürlich sein, dass der Preis steigt, wenn man sich die DVD nicht sichert. Ziemlich klasse das Konzept.

Besonders beeindruckend ist es auch zu sehen, wie wir damals Konzerte ohne Smartphone-Wahnsinn noch richtig genießen konnten…

Jeder Nachteil hat auch meist einen Vorteil: Zum Verschicken von Zuversicht und Freude in diesen gerade schweren Corona-Zeiten eignen sich Blurays und DVDs natürlich besonders schön. An Familie und Freunde zur Erinnerung von gemeinsamen Konzertbesuchen vergangener Touren. Dazu mal wieder ein paar liebe Zeilen statt nur  `ner WhatsApp. Die Empfänger können sich in ihrer gerade schwierigsten Zeit Ihres Lebens daran mehr festhalten, wie man sich vorzustellen vermag. Musik-Care-Pakete sozusagen. Mit oder ohne Klopapierrollen. Das Schönste, das wir einander schenken, sind Erinnerungen, die uns tragen. Man sollte damit aber auf jeden Fall nicht bis Weihnachten warten. Denn ein „irgendwann“ ist manchmal zu spät.

Und natürlich auch für sich selbst: Legendäre Konzerte, die man verpasst hat oder die man doch nicht besucht hat. Oder keine gute Karte mehr bekommen hat. Oder, oder, oder …

Dass ich 2020 Musik-DVDs an meine Liebsten verschicke und auch mich selbst damit beschenke, hätte ich auch nicht mehr gedacht…

Ein paar Tipps:

Bei DVDs gibt es noch Regionalcodes und insbesondere das amerikanische NTSC- und französische SECAM-Format. Eine via Amazon oder ebay aus den USA bestellte DVD wird daher nicht unbedingt auf dem heimischen DVD-Player laufen. Tante Google hilft jedoch, wie man diese DVDs zu PAL rippen kann.

DVD-Ripper Software
Um die DVD ins Heimnetzwerk (Freigabe für die Familie!) zu bringen bzw. sich eine Sicherheitskopie zu ziehen, benötigt man sogenannte DVD-Ripper Software

Cashback, das kleine Shopping-Rabattglück im Internet
https://www.getmore.de Tipp: Toolbar für Desktop installieren: https://www.getmore.de/shops/cash-tool/ und seine Freunde einladen. Lohnt sich!

Google Umfrage App
https://g.co/kgs/EEkK15
Google weiß eh schon alles. Mobile App für das Betriebssystem Android, bei der Nutzer durch die Teilnahme an kurzen Umfragen, Guthaben für den App Store des US-amerikanischen Unternehmens Google Google Play verdienen können. Damit kann man dann wiederum Konzertdokus leihen oder kaufen. Nett.

Momox
Wer zu faul zum Verklingeln seiner Medien auf ebay ist und keinen Nerv auf manchmal durchaus fordernden Käuferkontakt hat, kann seine Bücher, Medien und Kleidung vom Leipziger Re-commerce Anbieter Momox ankaufen lassen. Momox war Anfang 2006 das erste deutsche Unternehmen für Re-commerce.

Man staunt, welche Werte sich in seinem Keller und Schränken noch sammeln und versilbern lassen statt einfach wegzuschmeißen…

 

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