Reisegeschichten zu Konzerten und anderen Veranstaltungen


The Script in der Jahrhunderthalle Frankfurt, Mittwoch 28. Februar 2018. Konzerte zum jung bleiben!

Ich habe die irische Band The Script schon einige Jahre auf meinem Musikradar. Es ist sehr melodiöse, emotionale und auch sinnige Pop-Rock-Musik mit positiven Impulsen. Ich kann es auch kürzer auf den Punkt bringen: Inspirierend!

Neben dem Song „Hall of Fame“, wohl einem der Motivationslieder schlechthin, kam mir zuletzt „Arms Open“ in die Ohren und ins Herz.

„Ich kann die Schmerzen nicht wegmachen, Gesagtes nicht ungesagt machen und die Zeit nicht zurückdrehen“, singt Daniel „Danny“ O’Donoghue von The Script. Aber man kann seine offenen Arme anbieten. Jeder von uns weiß, wie gut eine Umarmung tun kann, wenn’s einem nicht gutgeht.

Die Botschaft der Nächstenliebe haben sie auch im Video dazu umgesetzt. Es ist zusammen mit einer Hilfsorganisation und Pflegekindern entstanden, um auf deren Situation aufmerksam zu machen. Geschrieben haben The Script „Arms Open“ zusammen mit Nasri Atweh, dem Sänger der kanadischen Band Magic.

Wer so eine gute Musik und zudem so fulminante Konzerte macht, die muss ich mir mal persönlich ansehen und habe mir hierfür ein Kärtla fürs Konzert ihrer Freedom Child Tour 2018 in der Frankfurter Jahrhunderthalle gezogen. Ursprünglich hatte ich geplant, eine Radtour zum Konzert hinwärts zu basteln. Aber leider lies sich der Frühling doch noch nicht blicken und mit zweistelligen Minustemperaturen wars mir hierfür eindeutig zu kalt, durch den Steigerwald und am Main entlang zu brettern. Also Auto.

Wie ja schon hinreichend bekannt bin ich ja einer von den Bekloppten, die ganz zeitig an der Veranstaltungsstätte aufschlagen. Zum einem natürlich, um vorne zu sein. Aber auch, um andere Fans kennenzulernen und mir die Zeit mit interessanten Begegnungen zu bereichern. Man hat ja schliesslich ein gemeinsames Thema.

Nr 1 bis 3: Mirabella aus Augsburg, Patrizia aus Köln, Klaus aus Erlangen 🙂

Die Frankfurter Jahrhunderthalle wurde Anfang der 60er Jahre gebaut. Ich war ich bisher noch auf keinem Konzert dort. Aber bereits vorweg: Die Akkustik ist sensationell gut, die Architektur der Halle mit dem Kuppelsaal von innen und aussen interessant und das Gelände angenehm. Maximal fasst die Halle für Konzerte mit Stehplätzen und Bestuhlung 4.800 Plätze. Also demnach eine mehr der kleineren Hallen, in der 1969 Janis Joplin übrigens ihr einziges Deutschlandkonzert gab.

Ok, das was nicht so wirklich an diesem Tag angenehm war, waren die schweinemässig kalten Temperaturen beim Anstehen und Warten auf den Einlass. Aber bei warm kann ja bekanntlich jede/r. Was ich hier wirklich schön fand: Viele (praktisch alle ausser mir wahrscheinlich) haben „geinstat“ (Instagram) und „getweetet“ (Twitter) und wasweißich an die Band. Die Band hat da drauf reagiert und lies doch glatt dann durch die Security einige Runden Tee und Kakao for free an ihre treuesten Fans rausbringen. Klasse! Die Musiker nutzen mit ihren Fans die Kommunikation mittels sozialen Medien vorbildlich und tatsächlich überwiegend persönlich.

Um 18:30 wars dann aber überlebt: Einlass! Und `n schönes Plätzchen ergattert 😉 Ich habe mich mal darum gekümmert, den Altersschnitt geschmeidig zu heben, hihi 😉

Die englische Singer-Songwriterin Ella Eyre übernimmt mit einer wirklich tollen Stimme und guten Performance gekonnt die Aufgabe des Support-Acts.

Mit dem Opener „Superheroes“ starteten dann The Script. Von Anfang an machten die Iren klar, was ihr Ziel ist: Ein leidenschaftliches Konzert mit viel ehrlicher Nähe zu ihren Fans, welche der Band sehr wichtig ist. Das merkt man.

So kletterte fast die komplette Band mit ihren Instrumenten während des Konzertes in den Oberrang und performten dort zwei Songs unplugged. Wow! Aber damit nicht genug: Der Rückweg führt sie durchs komplette Publikum. Abklatschen und Selfies machen: Kein Problem für die sympathischen Stars.

 

Mark Sheehan

Gänsehautfeeling: Hall of Fame!

Nach dem Finale wurden natürlich noch die Setlists von den Roadies an die glücklichen Fans verteilt:

Photobombing: Kann ich! 🙂 Danke fürs Bild, Lena!

Wieder heimreitend über die A3 durch die Nacht und festgestellt: Das hat sich den doch weiteren Weg für einen Abend wirklich gelohnt: Schöne Begegnungen und gemeinsame Momente bei einem ganz feinen Konzert! Danke!

Einen guten Wintertipp habe ich noch von einer Mutter mit ihren 4+1 Kids hinter mir gespeichert: Für ihre Jacken und Pullover hatten sie einen Müllsack dabei. Da alles rein und somit gab es für die Truppe abwechselnd ein schönes Sitzkissen vorm Konzert bzw. kann man sich so das Anstehen und die Kosten für die Garderobe sparen.

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