Reisegeschichten zu Konzerten und anderen Veranstaltungen

Christian Bischoff „Die Kunst Dein Ding zu machen“, Sparkassenarena Landshut, 18./19. November 2017. „Ich bin ein Gewinner!“

Mein Freund Jürgen und seine Partnerin sind leidenschaftliche Seminargänger für Persönlichkeitsentwicklung & Co.. Immer wieder lasse ich mir erzählen und er versuchte schon, mich mal dafür zu begeistern. „Hm. Och. Muss das sein? Für zwei Tage zig Kilometer durch die Prärie, was ich häppchenweise doch auf YouTube, auf DVD oder per Literatur habe?“ waren da immer so meine Einwände. Ich war also eine harte Nuss, obwohl ich meinem Freund doch immer gerne zuhörte. So verkehrt muss das alles ja gar nicht sein, wenn es zudem vor Ort live vermittelt wird. Und auch hat er ja auch immer Recht: Für Konzerte reise ich ich ja auch durch halb Europa. Und Live-Atmosphäre ist halt auch live…

Christian Bischoff. Auf den ersten Eindruck konnte ich nicht so wirklich was mit dem Motivations- und Persönlichkeitstrainer samt seinem roten Stirnband anfangen. Aber nachdem ich mir seine doch durchaus bemerkenswerten Biografie (mitunter jüngster deutscher Basketball-Bundesligaspieler, Basketball Assistenztrainer in Bamberg) und ein paar Schnipsel seiner Vorträge auf YouTube angesehen hatte, fand ich den Mann von seinem Knowhow her und auch seiner angenehmem wirkenden Persönlichkeit und der Art seiner Wissensvermittlung durchaus interessant. Denn das ist ja das Wesentliche, dass Trainer nicht nur was auf der Kirsche haben sollten, sondern man ihnen auch gerne zuhört und sie Dich mitnehmen und begeistern können.

„Also ok, Jürgen. ich mach das mal!“ Hatte ich mich doch tatsächlich mal überzeugt und mir ein Kärtla zum Newsletter-Sonderpreis von 59 Tacken (statt 99 EUR) für das 2-Tagesseminar „Die Kunst Dein Ding zu machen“ (DKDDZM) gezogen. Damit kann man ja nix groß falsch machen und ausserdem gibt`s ein unterhaltsames Wochenende im trüben November. Und das nicht am anderen Ende der Republik, sondern sogar nur in Landshut. Überschaubarer Reiseaufwand also.

Landshut, 18. November 7:05 Uhr

Natürlich bin ich einer der Ersten. Muss ja hier meinem Blognamen alle Ehre machen 😉 Und man wird persönlich mit einem Drückerchen von den zahlreichen Christian Bischoff Team-Mitgliedern begrüßt. Das früh da sein bei DKDDZM kann man sich jedoch aber getrost sparen, da man immer während den Pausen sich einen neuen Platz suchen kann. Was man übrigens auch tun sollte, denn neue Sitzplatznachbarn sind immer nur bereichernd während der 2 Tage.

Ok, wir waren aber noch nicht drinnen, denn erst mal durften die Gold- und Platinticket-Käufer für die ersten Reihen in die Halle und wir mussten noch ein halbes Stündchen warten. Erträglich aber.

Die Silbertickets durften erst anschliessend ihr Plätzchen suchen. Ob es sich lohnt, regulär 347 EUR oder ggf. einen Aktionspreis für ein Goldticket für die ersten 3-5 Reihen mit Check-In ohne Wartezeit zu investieren, muss jeder für sich entscheiden. Ich kann nur für mich sagen, dass ich nach meinem subjetiven Empfinden genug der Veranstaltung mit einem Silberticket mitbekommen habe. Und das bisschen Warten: Who cares? Zudem konnte man auch als Silberlöckchen bereits am Vorabend einchecken.

Beim Check-In hat man sein rotes CB-Badge und eine Mappe mit Seminarunterlagen erhalten. Schreibutensilien, generelle Ablaufinformation, Seminarinhalte zu seinem entwickelten Erfolgskonzept der „Lebenswerkpyramide“. Und natürlich: Werbeinformation für Folgeseminare 😉

Um 9 Uhr war es dann soweit: Bischoff kam unter tosenden Applaus seiner Fans in die Halle. Eine große Anzahl DKDDZM-Mehrfachteilnehmer outete sich beim Anmoderieren per Handzeichen.

Mittlerweile ohne Stirnband: Christian Bischoff. Angenehmerweise gab es nur kurz erlaubte Zeitfenster fürs Handy zum Knipsen. Ich saß hier in der ersten Silberticket-Reihe, vor mir bereits Goldbereich. Ergo: Nur eine Reihe vor mir wars bereits wesentlich teurer…

Worum ging es in den zwei Tagen? Motivation! Und weiter hauptsächlich um die Verinnerlichung von Liebe zur Selbstliebe für mehr Selbstbewusstsein, Verdeutlichung der Eigenverantwortung, Vermittlung von Mantras („Ich glaub an mich und schaff das“) und eigenen Lebenszieldefinitionen durch Suggestion („wie und was erlebt man diesen Tag in 10 Jahren, also 18. November 2027“). Mit seinen Platznachbarn hatte man immer wieder Übungen durchführen können, die durch eine gewisse Massendynamik – die Veranstaltung fasste 2.500 Teilnehmer und war bis auf den letzten Platz gefüllt – schon eine eindrucksvolle Atmosphäre und entsprechend euphorische Stimmung unter den Teilnehmern erzeugten. Vom gegenseitigen Anfeuern und Beklatschen der beiden Hallenhälften bis zur „Ich bin ein Gewinner“-Siegerpose war so ziemlich vieles dabei

…bei der Ausführung der „ich bin ein Gewinner!“-Pose! 🙂

In Gruppen von je 12 Teilnehmern gab es zu Beispiel zum Abend des ersten Seminartages die Übung, dass sich die Teilnehmer vom Rest der Gruppe mit positiven Kurzgedanken chrakterisieren lassen. Die Notizen erhielt der jeweilige Teilnehmer zum Lesen im Hotel. Keine Frage. Sowas schmeichelt natürlich …

Ich hab schon wirklich sehr nette und auch inspirierende Menschen auf DKDDZM kennengelernt! Hier mit Iris aus Innsbruck am Abend des ersten Tages.

Aber auch bekamen einzelne Teilnehmer aus dem Publikum nach Handzeichenmeldung während des Seminars das Mikrofon zur Schilderung eigener Problemfelder und erhielten von Bischoff gute Ratschläge und vom Publikum motivierenden Applaus. Respekt für den Mut der Meldenden, persönliche Probleme so offen und zudem vor so vielen Menschen zu schildern!

Neben einigen schönen Begegnungen mit anderen Teilnehmern blieb mir die Letzte am Schluß des Seminars besonders hängen und tat mir gut: Stephan Meurisch lief 2012 von München nach Tibet zu Fuß. Rund 13.000 Kilometer ein Weg zu sich selbst.

Stephan engagiert sich in der Tibet Initiative und gibt spannende Vorträge über seine Reise. Termine hier auf seiner Webseite und sicher auch auf seiner Facebookseite

Schön, dass ich Dir in Landshut begegnete, Stephan!

Also…. Fazit:

Lieber Jürgen: Alles richtig von Dir gemacht! Danke, dass Du bei der harten Nuß Klaus stetig drangeblieben bist! Gut, dass ich meine Voreingenommenheit korrigieren konnte! Die 2 Tage waren auf jeden Fall interessant und gut. Die Investition in Reise, Zeit und Teilnahmegebühren hat sich auf jeden Fall gelohnt. Christian Bischoff ist wirklich ein ausgezeichneter Motivationstrainer! Die Veranstaltungsorganisation war hervorragend professionell! Einzig die Parkraumorganisation der Sparkassenarena Landshut selbst: Was für eine Katastrophe! Ok, da kann das Bischoff-Team nix für die Unfähigkeit, eine Ausfahrt eines Parkplatzes entsprechend mickrig dimensioniert zu planen. Da konnte man ja eigentlich dankbar gewesen sein, dass überhaupt an eine Ausfahrt in PKW-Breite gedacht wurde. Offensichtlich bricht auch der Verkehr in Landshut zusammen, wenn mal was mit 2500 Leutchen stattfindet…. Muss man es auch irgendwie Stadtplanerisch schaffen, eine Halle am Rand einer Stadt zu realisieren und die An- und Abfahrt gleichfalls wieder durch die Stadt selbst zu routen. Am besten daher am zweiten Tag hier außen hinter der Arena parken.

Solche Veranstaltungen mit einem relativ günstigen Teilnehmerpreis dienen natürlich auch dem Zweck, Folgeseminare zu verkaufen. Eine völlig legitime Sache, das gehört dazu. Aber ich war wirklich beeindruckt, mit welcher Resonanz diese Seminarpakete, welche natürlich zu einem vor-Ort-Sonderpreis von 3000 EUR und Paketumfang veraktioniert wurden, in den Pausen an den Verkaufstischen bei den zahlreichen Beratern des Teams beauftragt wurden. Wow!

Ich stelle hier keinesfalls die Wertigkeit oder den Preis in Frage, den die Leistung sicherlich wert ist. Auch sind alle Seminarteilnehmer über 18, geschäfts- und somit entscheidungsfähig und das Angebot wurde auch nicht aggressiv angeboten (da gibt es ganz andere Einstiegsseminare, wo dies praktiziert wird). Nur sollte man aber bedenken, dass man auf einer solchen Veranstaltung selbst eine gewisse Euphorie generiert bzw. im Herdenverhalten reagiert. 3000 Stecken ist für die meisten schon eine Hausnummer. Wer seine finanziellen Möglichkeiten ad hoc nicht überreisen kann: Es gibt jedes Jahr DKDZM-Seminare und ein zweiter Besuch für eine gründliche Entscheidung ist sicher nicht verkehrt.

Was ich noch empfehlen kann:

Wenn man zu zweit das Seminar besucht, sollte man sich spätestens nach der ersten Pause während des Seminars trennen und sich einzeln neben komplett neuen Sitznachbarn setzen. Die Begegnungen mit neuen Menschen machen es auf jeden Fall erst mit aus. Und wenn man mit einem Partner oder Bekannten zusammen sitzt, ist der Austausch sicher begrenzter inspirierend.

Ich habe in den Pausen meine Jacke auf irgendeinem Stuhl – mal vorne, mal hinten oder auf der Empore – platziert, ohne dass die Sitzplatznachbarn bereits anwesend waren. Denn so wählt man seinen Platz auch tatsächlich unvoreingenommen und nicht nach Sympathie und erlebt die zwei Tage immer aus einer anderen Perspektive.

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Christian Bischoff präsentiert das Konzept der Lebenswerkpyramide von DKDZM bei Gedankentanken.

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