Reisegeschichten zu Konzerten und anderen Veranstaltungen

The LAW The PLAN The TRICK, Manhattan-Kinos, Mittwoch, 13. September 2017. Ein letztes Mal ins Manhattan…

Tja, wie viele schöne Jahre und viele cineastische, chillige Nachmittage, Abende hat hier jeder wohl so verbracht…?

35 Jahre können es bestenfalls gewesen sein, denn 1982 eröffneten die Manhatten-Kinos in Erlangen. Ich erinnere mich zum Beispiel an so manchen witzigen Abend im Kinofoyer, einem damaligen Szenetreffpunkt zu meiner wilden Zeit. Ziel war da jedoch weniger das Kino, sondern mehr die Frage, ob man ins Paisley oder ins Clima geht. Extrem toll fand ich die Idee, damals an einem Abend Ende der 80er mit meinem Kumpel einigen zu erzählen, dass die Bezahlzapfsäulen an der Supol-Tankstelle in Bruck einen Defekt haben und man gratis tanken kann. Grandios, wie das Foyer ratzfatz halb leer war. Stimmte natürlich nicht! Wir waren natürlich auch so intelligent, wieder auf die sauren Rückkehrer zu warten und uns eins zu feixen. Ok, jeder meiner Gags sagte nicht allen zu. Das war mir schon länger bekannt ;-). Ansonsten hab ich das Manhattan als Start meiner Gastro-Karriere in Erlangen noch im Speicher. Allerdings habs ich im Manhattan nie weiter als Gläser-Abräumer geschafft. Feiern war seinerzeit irgendwie wichtiger.

Aber zurück zum 13. September 2017:

Seit 2007 betreiben Elisa Coburger und Peter Zwingmann als Pächter die Manhattan-Kinos. Und da die Pächter sich mit dem Vermieter nicht über eine Verlängerung des Pachtvertrages einigen konnten, ist nun leider Schluß.

Viele Manhattan-Freunde hatten sich an diesem Abend zu einer besonderen Kinovorstellung eingefunden. Auf dem Programm stand um 21:30 Uhr das Abschiedskonzert aus der Reihe The Band That Played Movies. So wie unzählige Musikstücke unvergesslich mit dem Kino verknüpft sind, bleibt auch so mancher Film vor allem durch seine Musik unsterblich. Die Erlanger Band The LAW The PLAN The TRICK feiert diese klassische Symbiose mit einer breiten Auswahl an Klassikern und Kuriositäten und begleitete live die Vorstellung, die von Musik aus Casablanca bis in die Weiten des Weltraums reichen sollte. 2013 spielte die Band das erste Mal die Idee von The Band That Played Movies im Lamm-Lichtspiele Kino, gleichfalls betrieben von Elisa und Peter.

Das Konzert begann mit Dead Man, dem Titelsong von Neil Young aus dem gleichnamigen Film. Das ganze Konzert wurde von der saaleigenen Digital-Projektion begleitet, die auf der Leinwand Sequenzen der jeweiligen Filme einspielte. Wirklich klasse! Und es gab sogar ne Nebelmaschine 😉

Nach der Pause spielte als Solo-Auftritt Yeliz Cetin Memories of Green aus dem Film Blade Runner. Wunderschön! Welch grandiose Filmmusik es doch gibt…

Stay (U2), Himmel über Berlin

Das Repertoire des Abends umfasste nicht nur Instrumentalmusik und Rock, sondern auch beherzte Ausflüge in Country, Salsa und Elektropop. Als extra spontane Band-Dreingabe: Sabotage von den Beastie Boys!

In Reihe 1, eben frontstaged, saß neben mir Alex Jordan, Macher vom Gummi Wörner und des Altstädter Weihnachtsmarktes. Alex arbeitete 1982 im Transfer, wie er mir erzählte, welches 2 Wochen nach dem Manhattan öffnete. Das Manhattan war übrigens indirekter Weise Namensgeber fürs Transfer. Denn da es noch keinen Namen für die Bar gab, fiel jemanden bei der Namensfindung in Verbindung mit der Kinoeröffnung die Band Manhattan Transfer ein. Und so wurde es das Transfer.

Somit auch diese Erlanger Wissenslücke geschlossen 😉

Der Saal war rappelvoll, die Plätze reichten nicht, einige standen. Am Schluß gab es begeistert standing ovations für dieses besondere Konzert. Tolle Stimmung!

v.l.: Peter Gelius (Gitarre), Johannes Seuser (Keyboards), Marius Rudy (Gesang), Mathis Rudy (Bass), Christian Gaschler (Drums)

Setlist des Abends

DANKE an die ganze Manhattan-Crew für viele schöne Stunden in all den Jahren bei Euch!

Hier geht Programmkino in Erlangen natürlich weiter: http://www.lamm-lichtspiele.de  Neu gibt es im Lamm nun auch das Cafe mit Weinbar Zum weißen Lamm. Das Leben in Erlangen mit Manhattan-Kuchen geht also gleichfalls weiter.

Gott sei Dank! 🙂

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